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Strahlenbelastung

Strahlenbelastung durch Funk

Im Auftrag des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK) und des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie wurde 2007 die Studie „Hochfrequenz-Immissionen durch funkbasierte Breitbanddienste" vom EM-Institut GmbH und IMST GmbH erarbeitet. Die Ergebnisse verdeutlichen beispielhaft die Immissionseinflüsse und geben damit wichtige Informationen für die Diskussion.

Im Rahmen der Studie sollte die Frage nach der Größe der elektromagnetischen Immissionen (umgangssprachlich Strahlung) beantwortet werden, die sich bei allen funkbasierten Internetzugangstechnologien stellt. Die Immissionen werden durch die für die Sicherstellung der Breitbandversorgung notwendigen Sendeanlagen verursacht.

Untersucht wurden die derzeit aktuellen Technologien für einen funkbasierten Breitbandzugang durch terrestrische (erdgebundene) Netze. Hierbei handelt es sich um die Technologien WLAN - wie es im Büro- und Heimbereich eingesetzt wird - sowie WiMAX im lizenzfreien und im lizenzierten Frequenzbereich. Letzteres war zum Zeitpunkt der Messungen im Jahr 2007 noch nicht im Einsatz.

Mittels der im Rahmen des Projektes durchgeführten Untersuchungen sollen die in der Umgebung der Sendeanlagen für die Breitbandversorgung auftretenden hochfrequenten Immissionen quantifiziert werden. Ein Vergleich der festgestellten Immissionswerte mit den Grenzwerten für hochfrequente elektromagnetische Felder erlaubt somit eine objektive Einschätzung der Expositionssituation vor Ort. Zusätzlich wurden die entstehenden Immissionen mit denen anderer Funkdienste (z. B. Mobilfunk (GSM)) verglichen. Dies dient dazu, einen Eindruck über die absolute Größe sowie eine relative Gewichtung dieser neuen Immissionsquellen zu erhalten.

Ziel der Untersuchung ist es, allen interessierten Institutionen und Personengruppen bereits vor einem eventuellen großflächigen Einsatz dieser neuen Funktechnologien einen Eindruck über die Größenordnung der zusätzlich entstehenden Immissionen zu geben. Insbesondere dienen diese Aufgaben dem Vergleich zu bereits seit vielen Jahren etablierten Funkdiensten.

Sämtliche Ergebnisse der Studie beziehen sich auf Messungen.

Durchgeführt wurden die Messungen im Juli 2007. Details zum Messverfahren sind der Studie zu entnehmen, die unter www.breitband.bayern.de zur Verfügung steht. Exemplarisch sollen hier einige Ergebnisse dargestellt werden.

Messbeispiel Steinberg am See

In Steinberg am See ist die WiMAX-Sendeanlage zentral auf dem Dach eines Hotels installiert (Nittenauer Str. 14). Etwa 120 Meter nördlich davon befindet sich auf dem Dach des Rathauses eine GSM-Mobilfunksendeanlage. Somit bietet sich an diesem Ort eine vergleichende Messung der WiMAX- und der GSM-Immissionen an.

In der Umgebung der beiden Standorte wurden acht Messpunkte gewählt, die zwischen 65 und 185 Meter von den WiMAX-Antennen entfernt sind.

Messergebnisse
Messpunkt Leistungsflussdichte
Grösster Messwert 0,94 μW/m2
Kleinster Messwert 0,02 μW/m2
Durchschnitt (8 Messpunkte) 0,44 μW/m2

Mit dem Ziel, die Messwerte in eine verständliche und vergleichbare Darstellung zu bringen, setzt man diese in Relation zu den gesetzlichen Grenzwerten. Sehr anschaulich kann dies an Hand des Brückenbaus dargestellt werden.

Fliege auf 10t Brücke

Ist eine Brücke bis zehn Tonnen befahrbar, so entspräche ein LKW mit zehn Tonnen volle Ausschöpfung bzw. 100 % vom Grenzwert. Der hier relevante Grenzwert beträgt 10 W/m2. Dem größten Messwert aus der Gemeinde Steinberg am See mit 0,94 μW/m2 entspricht im Brückenbeispiel von unter einem Gramm (0,94g). Die Brücke scheint bei einer Belastung einer darüber laufenden Fliege nicht einsturzgefährdet zu sein.

Fragt man nach einer Erklärung bezüglich des Unterschieds der Immissionen zwischen Mobilfunk und WLAN/WiMAX, so lassen sich die höheren Werte für den Mobilfunk einfach erklären:

 

Qualitativer Vergleich der Expositionsbeiträge unterschiedlicher Funkdienste zur Exposition der Allgemeinbevölkerung:

Qualitativer Vergleich der Expositionsbeiträge unterschiedlicher Funkdienste zur Exposition der Allgemeinbevölkerung

 

(Quellen: IHK Koblenz, Breitband-Initiative Bayern)