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Vorwort

Die Bedeutung des Breitband-Internet

Das Internet ist der Wirtschaftsmotor des frühen 21. Jahrhunderts. Eine leistungsfähige Anbindung an das Datennetz ist mittlerweile für viele Unternehmen ein wichtiges Standortkriterium. In der Befragung der IHK sprechen die Unternehmen einer leistungsstarken Breitband-Internetanbindung die größte Bedeutung unter allen Standortfaktoren zu und unterstreichen damit den inzwischen erheblichen Stellenwert des Internets. Breitband-Verbindungen und gute IT-Strukturen stellen heute für alle Wirtschaftssektoren eine absolute Notwendigkeit dar. Vor allem dünn besiedelte, ländliche Regionen sind noch zu selten flächendeckend mit Breitband-Anschlüssen versorgt. Angesichts des starken Bedeutungsanstiegs des Internets für das Wirtschaftsleben kann dies auf die Wettbewerbsfähigkeit ländlicher Räume erhebliche negative Auswirkungen haben.

Während in anderen Ländern Europas, in Amerika und Asien die kabelgebundene Infrastruktur des Fernsehens oder Funklösungen eine stärkere Rolle bei der Breitbandversorgung spielen, konzentriert sich die Diskussion in Deutschland auf die DSL-Versorgung. Diese Technologie baut auf das Telefonnetz auf und hat ihre Stärken innerhalb einer Distanz von 5 km vom letzten sog. Hauptverteiler. Aufgrund der physikalischen Eigenschaften der kupferbasierten Telefonkabel „verhungert" ein Breitbandsignal danach, während schmalbandige Telefonsignale noch ohne Qualitätsverlust nutzbar sind.

Vor allem im ländlichen Raum gibt es viele Telefonanschlüsse, die weiter als 5 km vom letzten Hauptverteiler entfernt liegen. Insofern ist das dortige Breitbandproblem auch darauf zurückzuführen, dass sich die Forderungen nach Breitbandanschlüssen auf eine Technologie konzentrieren, die lediglich hilfsweise als Übergangstechnologie zur Glasfasertechnologie entwickelt wurde. In Kombination mit dem historisch gewachsenen Telefonnetz zeigt das seine Schwächen vor allem im ländlichen Raum.

Vor dem Hintergrund der dynamischen technischen Entwicklung kann daher die Lösung des Problems nicht darin liegen, sich lediglich auf die derzeit populäre, aber in manchen Regionen ungeeignete Übergangstechnologie DSL zu setzen. Vielmehr muss ein sinnvoller, kostengünstiger und schnell zu realisierender Weg zur Breitbandversorgung unter Berücksichtigung aller in Frage kommenden Technologien gefunden werden. DSL ist aus mittelfristiger Sicht lediglich eine Übergangstechnologie. Unter diesem Gesichtspunkt sollte man sich von einer einseitigen Forderung nach DSL lösen können. Andere Technologien müssen in die Beurteilung einbezogen werden, die – vor allem für den ländlichen Raum – günstigere und schneller realisierbare Lösungen bieten.

(Quelle: IHK Koblenz)